Zwerchfellhernien/-defekte inklusive Hiatushernien

Zwerchfellhernien

Zwerchfellhernien/-defekte inklusive Hiatushernien

Zwerchfellhernie: Bruchpforte, Bruchsack, Bruchinhalt

Zwerchfelldefekt/-prolaps: ohne Bruchsack

 

Einteilung

  • Extrahiatale Zwerchfellhernien

- postraumatisch / postoperativ

- vorbest. Bruchlücken (Bochdalek, Morgagni)

  •  Hiatushernien

- axial

- paraösophageal / Mischhernie / Thoraxmagen

Extrahiatale Zwerchfellhernien

  •  selten (< 2% aller Zwerchfellhernien) 
  • bei vorbesteh. Bruchlücken
  • posttraumatisch
  • postoperativ

 

  • häufig übersehen
  • fast immer links

 

Therapie:

wegen Gefahr der Inkarzeration dringliche OP-Indikation

in Abhängigkeit von Symptomatik: Notfalleingriff

 

Hiatushernien

Einteilung/ Klassifikation

Typ I – axiale Hiatushernie

Typ II – paraösophageale Hernie

Typ III - Mischform

Ausschlaggebend für diese Einteilung ist die Breischluck-Untersuchung!

In der Endoskopie ist die Form der Hernie meist schlechter zu erkennen!

Axiale (Typ I) Hiatushernie

  • 80% aller Hiatushernien
  • häufig im Alter
  • meist asymptomatisch (!)
  • kein eigenständiger Krankheitswert
  • aber: GERD fast immer mit axialer Hiatushernie assoziiert!

Therapie:

nur im Zusammenhang mit Fundoplicatio bei GERD !

 

Paraösophageale (Typ II) Hiatushernie

inkl. ‚Mischhernie (Typ III)

inkl. Upside-Down-Stomach

  • selten (< 20% der Hiatushernien)
  • häufig im Alter, bei Adipositas und bei Frauen
  • meist symptomatisch
  • Progression

Therapie:

elektive Operation bei symptomatischen Hernien

 

OP-Verfahren

1.) Reposition der Hernie

2.) Hiatoplastik

(Verschluß des Hiatus durch Nähte)

3.) Fundophrenikopexie (kontrovers)

(Anheftung des Fundus an das Zwerchfell)

 

keine Fundoplicatio (kontrovers)

Verwendung von Netzmaterial (kontrovers)

 

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