Leistenhernien

Hernien

Leistenhernien

Hernie: Definition
[hernia (lat.) = Bruch]

  • Bruchpforte
  • Bruchsack
  • Bruchinhalt

Leistenhernie

Anatomie des Leistenkanales:

  • Hinterwand: Fascia transveralis
  • Vorderwand: Externusaponeurose
  • Untere Begrenzung: Leistenband
  • Obere Begrenzung: Unterrand des Musulus obliquus externus

2. Schenkelhernien

  • häufiger bei Frauen
  • schwieriger zu diagnostizieren
  • häufiger kompliziert (Inkarzeration, Notfalloperation – ‚Problemhernie Schenkelhernie’)

3. Narbenhernien

  • Narbenhernien sind häufig!
  • in Deutschland:
    • ca. 700.000 Laparotomien pro Jahr
    • ca. 70.000 Narbenhernien pro Jahr
  • Operative Versorgung ist schwierig!
  • beste Methode: Offene Sublay-Netzplastik

(Sublay aber nicht in jeder Lokalisation möglich, zum Beispiel Nähe Rippenbogen)

Netzpositionen bei der Narbenhernienversorgung

Onlay:    vor den Fasziendefekt (Gefahr des sogenannten ‚Blow-out’-Rezidives)

Sublay:    hinter den Fasziendefekt (bestes Verfahren) – hintern den Rektusmuskel, aber vor das hintere Blatt der Rektusscheide

Sublay-Bridging: genau wie Sublay, aber FAsziendefekt lässt sich nicht darüber verschliessen; Faszienränder werden auf das Netz genäht

Inlay:    im Niveau des Fasziendefektes (Stoss-auf-Stoss; schlecht; funktionell ähnlich der primären Adaptation durch Naht)

Auch möglich:     laparoskopische Versorgung:
Lap. IPOM
(laparoskopische Einlage eines intraperitonealen Mesh)

CAVE: Hier muß ein speziell beschichtetes Netz verwendet werden, welches nicht mit den Darmschlingen verklebt

4. Nabelhernien

kindliche Nabelhernie
(siehe Vorlesung Kinderchirurgie)

Nabelhernie im Erwachsenenalter

  • meist paraumbilicale Hernie
  • keine spontane Remissionstendenz
  • Operationsindikation
  • Versorgung durch primäre Naht oder mit Netz
  • schlechtere Ergebnisse mit der früher Verwendeten sog. ‚Fasziendoppelung nach Mayo’)
  • prädisponierend: Übergewicht, Leberzirrhose, Aszites

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